Freitag, 23. August 2013

Verdrängungskunstmaschine

Bekennendermaßen bin ich der vermutlich schlechteste Vegetarier der Welt. Sicherlich, ich habe über gewisse Zeiträume immer wieder vegetarisch gelebt, ein halbes Jahr sogar vegan, aber ich bin, wie so viele ein furchtbar schwacher, nutella- und fleischaffiner Mensch, der all das liebt, was er vielleicht nicht essen sollte.

Dummerweise ist es auch weitaus leichter zu verdrängen und zu vergessen, WARUM man gewisse Dinge vielleicht nicht - oder zumindest nicht in dieser Form - essen sollte. Das Bewusstsein, warum die Tüte Haribo, die Packung Eier aus Käfighaltung oder der Burger im Schnellimbiss jetzt nicht so die leckere Aktion darstellt, schwummert zwar irgendwo in den Gehirnwindungen, wird aber nur allzu leicht von dem geilen Geruch/Geschmack überlagert. Der Mensch, die Verdrängungskunstmaschine.

Zwischendurch braucht man halt einen kleinen Stupser in die richtige Richtung. Einen Abend mal alle Videos auf Peta durchrödeln. Foers Buch zum x-ten Mal lesen. 

Oder dieses Video mal anschauen. Es ist bei weitem nicht so verstörend wie andere Videos, erfasst aber auf eine gruselige Art und Weise das Konsumverhalten unserer Gesellschaft.


[Anmerkung: Das Video ist ein Auszug aus dem Film Samsara, in dem es eigentlich primär nicht um Massentierhaltung oder ähnliches geht und das genau genommen gar keine eigene oder gar eine politische "Message" hat..]