Sonntag, 8. Januar 2012

Tanzt, ihr Ketzer, tanzt!

GUTEN MORGEN IHR KINDER GOTTES!

Na, wart ihr auch heute Morgen alle artig in der Kirche?

Oder falls ihr evangelisch seid: Wart ihr im Wald Blätter und Stöcke sammeln, um nachher gitarrespielend im Kreis zu sitzen und daraus Figuren zu basteln, um damit die Lebensgeschichten von Martin Luther und Thomas Cromwell oder anderen Hippies nachzuspielen und nennt das Ganze dann Gottesdienst?

Wie auch immer.

Ich weiß, dass es viele unter euch gibt, die heute Morgen nicht in der Kirche waren, dass ihr eurem Gott, eurem Schöpfer, nicht angemessen gehuldigt habt.

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Vielleicht weil ihr lieber ausschlafen wolltet. Vielleicht weil ihr durch die Nacht getanzt seid. Oder um das goldene Kalb. Oder den Altar mit den Katzenbabies.

Aber ich bin ja da.

Versteht mich als euren persönlichen Gottesdienstersatz.

Als die, die euch herausführt aus der Dunkelheit.

Wir fangen auch langsam an.

Ich fürchte nämlich, dass ihr, wenn ihr nach all der Zeit des Sündigens jetzt einfach so in eine Kirche gehen würdet, noch auf den Eingangsstufen niedergestreckt werdet. Von einem Erzengel. Oder einem Dachziegel, der mir genau in dieser Sekunde zufällig herunterfällt.

Daher.

Langsam, ganz gemächlich.

Seid ihr bereit?! Habt ihr inzwischen eine Hose an?!

Ich habe hier nämlich etwas ganz besonderes für euch, meine gottlosen Schafe, ihr schnuffigen Ketzer da vor den Computerbildschirmen, ihr freiberuflichen Häretiker und Frevler, die ihr bisher lieber mit Baal geschmust habt, statt eure faulenden Seelen im sicheren Schoß des Papstes in Sicherheit zu bringen. Nicht, was ihr jetzt wieder denkt.

Sehet. Singt. Tanzt. Und preist Gott unseren Herrn. Ach ja, und natürlich seinen unehelichen Sohn, den kleinen Bastard:

Ich meine das ernst.

Mitsingen.

Los jetzt.

Der Text ist sehr einfach.

Der durchschnittliche Christ kann sich nämlich, ähnlich wie der alkoholisierte Ballermanntourist, nicht mehr merken.

In diesem Sinne: Einen schönen, gesegneten Sonntag noch!

 

[Dank an Ellebil, dass sie mich bei Facebook mit diesem Video verlinkt hat. Fragen Sie bitte nicht, wieso sie dies tat, danken Sie ihr einfach auch. Oder huldigen sie ihr gleich mit. Wo Sie doch eh schon dabei sind.]