Dienstag, 24. Januar 2012

Oskar Schell

Es gibt Bücher.

Und es gibt BÜCHER.

Bücher, die einen fesseln, die man in einem Rutsch durchlesen kann und dabei versucht jedes Wort, jede Zeile, jede Seite in sich aufzusaugen, die niemals genügend Seiten haben, die niemals zu Ende sein sollten.

Foer schreibt solche Bücher.

Foer ist meiner Ansicht nach nicht einer der besten amerikanischen Schriftsteller.

Er ist auch nicht einer der besten lebenden Schriftsteller.

Er ist einer der besten Schriftsteller weltweit. EVER.

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Und Extrem laut und unglaublich nah ist eines der besten Bücher, das jemals geschrieben wurde und das mir immer wieder auf's Neue bewiesen hat, dass es in der Literatur keine Grenzen gibt, keine Regeln.

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Und nun wies das Fräulein Kaschel mich neulich darauf hin, dass ebendieses wundervolle Buch verfilmt wurde und im Laufe des Jahres in den Kinos kommen wird. Oha, mag man sich denken: Kann das gut gehen, ein solches Buch verfilmen zu wollen?! Kann man ein derartig großartiges Buch überhaupt verfilmen?!

Doch wenn ich den Trailer sehe, den Anrufbeantworter direkt am Anfang in Oskars Händen, den in der blauen Vase gefundenen Schlüssel, dessen Schloss er verzweifelt sucht, und den Mann mit "Yes" und "No" auf seinen Handflächen, dann steigen mir Tränen in die Augen und es bildet sich ein Kloß in meinem Hals, ganz so, als wenn ich das Buch erst gestern gelesen hätte.

Ich halte dieses Buch nicht für unverfilmbar. Ich denke auch nicht, dass es so etwas wie unverfilmbare Bücher überhaupt gibt. Natürlich habe viele Filme nachher nicht das gehalten, was die Trailer versprachen, aber nach der unfassbar schönen Verfilmung von Everything is illuminated weiß ich, welches cineastische Potential in den Büchern von Foer schlummert.

Ich freue mich daher auf diesen Film. Und nun entschuldigen Sie mich bitte, ich habe hier ein Buch, das ich noch einmal lesen möchte.

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Ach, und Sie sollten das auch machen..