Donnerstag, 19. August 2010

Happa Happa!

Wer kennt das nicht? Es ist Wochenende, die Eltern kündigen sich kurzfristig zum Besuch an und man möchte Mutter davon überzeugen, dass man inzwischen auch ein ordentliches Gericht auf den Tisch zaubern kann. Doch an Omas berühmtes Kartoffelgratin wagen oder gar Tante Lisbeths Schweinegeschnetzeltes in Rahmsauce?

Warum nicht mal neue Wege einschlagen und ein Rezept wählen, dass Mutti und Vati ganz sicher noch nicht kennen und sie überraschen wird?  Und das Einzige, was man für ein solches Rezept braucht, sind Essig, Pfefferkörner, Salz, Knoblauch, Öl, Zwiebeln, eine Ananas, Tomatensoße, grüner Pfeffer, Lorbeer, Tabasco und einen Hund mittlerer Größe (einen Beagle vielleicht oder einen kleinen Münsterländer).

Ich zitiere:

“Töten Sie den Hund und brennen Sie ihm über einem heißen Feuer das Fell weg. Entfernen Sie in noch warmen Zustand vorsichtig die Haut und legen Sie sie für später beiseite (kann noch für andere Rezepte verwendet werden). Schneiden Sie das Fleisch in zwei Zentimeter große Würfel und legen Sie diese zwei Stunden lang in eine Marinade aus Essig, Pfefferkörnern, Salz und Knoblauch. Braten Sie das Fleisch in einem Wok mit etwas Öl über einem offenen Feuer an, fügen Sie Zwiebeln und die klein geschnittene Ananas hinzu und lassen Sie alles zusammen kurz schmoren. Gießen Sie Tomatensoße und kochendes Wasser dazu, schmecken Sie mit grünen Pfeffer, Lorbeer und Tabasco ab. Mit Deckel so lange köcheln lassen, bis das Fleisch zart ist. Mischen Sie pürierte Hundeleber unter und lassen alles noch weitere fünf bis sieben Minuten kochen.”

[Ich bin zwar erst auf Seite 48 von Jonathan Safran Foers neuem Buch “Tiere essen”, aber ich glaube, ich liebe es jetzt schon..]