Sonntag, 4. April 2010

Ich bin Wario

Das mag ja für manche überraschend kommen, aber ich hab's nicht so mit Menschen. Sie reden unaufgefordert, sehen komisch aus, riechen und viele atmen zu laut. Und das sind nur die Frauen. Bei den Männern kommt noch diese andere Sache hinzu. Sie wissen schon. DIE SACHE. Mit der der Mann denkt. Oder so tut als ob.

Der Mann ist ein komisches Wesen und ich traue ihm nur recht wenig zu und überhaupt nicht über den Weg. Ab und an, wenn mich der Wahnsinn reitet, fraternisiere ich mit dem komischen Wesen, beuge mich den gesellschaftlichen Zwängen, die meinen, dass eine Frau, die lieber der Einsamkeit frönt, nicht gesund sein kann. Das Fraternisieren geht nie sonderlich lange. Denn das komische Wesen fängt recht bald an Dinge zu tun, die ich einfach nicht tolerieren kann, wie das Tragen eines hässlichen Pullovers oder ähnlichen Unsinn. Völlig zu Recht schicke ich dem komischen Wesen dann die Kündigung, gerne handgeschrieben auf rosafarbenen Büttenpapier.


Frauen an sich neigen zu neurotischem, irrationalem Verhalten. Jede davon. Nur jeweils mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Frauen sind daher so wie die Level bei einem Super Mario Gameboy Spiel. Es gibt welche, die sind einfach zu meistern. Das Männlein muss ohne große Anstrengung herumhüpfen und gewinnt.
Und dann gibt es Level, die sind kaum zu bestehen. Wo das Männlein springt und rennt, Pilze und Geldmünzen einsammelt wie blöde, und denkt, es wäre kurz davor die Prinzessin zu poppen, ich meine zu retten, und dann - aus heiterem Himmel - taucht Wario auf und alles ist umsonst. Ich bin Wario. Ich bin das letzte Level. Ich bin ein Spiel, das so programmiert wurde, das man es nicht gewinnen kann. So schaut's aus. Jetzt wisst ihr Bescheid.


Aber auch mein kaltes Warioherz dürstet es hin und wieder nach Liebe. Wer streichelt mir über den Schnäuzer? Wer kitzelt mir die Plautze? Wer trägt den Wasserkasten in den fünften Stock und gräbt im Winter im Garten ein Grab für den toten Wellensittich? Und wer begleitet mich, wenn ich bei Goodbye Deutschland mitmachen möchte, um in Marokko eine Bar mit Tischtennishalle zu eröffnen? Für all diese Dinge braucht man einen Penis! Also einen Mann!

Da ich nächstes Jahr mit dem Studium fertig bin und mir theoretisch die Welt offen steht, ich also schon mal das Goodbye Deutschland Bewerbungs-Formular ausfüllen kann, fehlt mir nun nur noch ein Mann.
Ja, genau, ich gehe auf die Suche, auf die Pirsch!! Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wo diese Männer sich so rumtreiben. Und da meine nächtlichen Streifzüge durch die Parks der Umgebung bisher eher entmutigend waren, obwohl ich noch nie soviel Geld in so kurzer Zeit verdient habe, habe ich mich nun bei ElitePartner, Parship, neu.de, eDarling, Partner.de, FriendScout24 und Erlebnis18.de angemeldet. Bin super optimistisch, dass das klappt mit der Liebe und so. Und falls nicht, bestelle ich mir einen Mann aus dem Katalog. So teuer kann das ja auch nicht sein..