Samstag, 20. Februar 2010

Hege-wer?

Vor einigen Tagen hatte ich noch einen Post zu Helene Hegemann geschrieben. Ich bezog mich darin unter anderem auf einen Blogeintrag von Deef Pirmasens, der über die Neuigkeiten in dieser Sache schrieb (siehe hier).
Liebevoll hatte ich reihenweise wundervolle Links und Hinweise reingewurstet und dann hat dieser verdammte verf☠↯te Computer aufgrund eines Htmlfehleranzeigenmurks den Post nicht angezeigt.
Entschuldigung!? - aber es hat schon seinen Grund, warum ich hier bei Blogspot bin und nicht bei den coolen Kids bei Wordpress abhängen kann. Ich weiß nicht, was Html ist und erst recht habe ich nicht den Hauch einer Ahnung was bei einem Fehler zu tun ist.


Und so blieb mir nichts anderes übrig als wimmernd und verzweifelnd in Embryohaltung unter dem Schreibtisch zu verharren, mich hin und her zu wiegen und 13 Jahre Schulunterricht zu verfluchen, in dem einem Effi Briest erklärt wurde, der Unterschied zwischen Mitose und Meiose, die Ursachen des Zweiten Weltkrieges - all jene Dinge, die mir jedoch nichts bringen ohne das lebensnotwendige Wissen, was ich machen soll, wenn Blogspot mir einen roten Balken auf dem Bildschirm entgegenrotzt mit einer Fehlermeldung, die genauso gut auf Klingonisch sein könnte!!

Es war wirklich ein perfekter, kleiner Post voller Liebe und Hingabe und ihr werdet ihn nie lesen. Denn inzwischen bin ich dem Thema Helene Hegemann so überdrüssig wie ein.. wie ein.. es gibt keine Metapher dafür wie überdrüssig ich diesem Thema bin.
Daher plädiere ich dafür, dass wir alle AUGENBLICKLICH aufhören über dieses Thema zu reden, zu bloggen, zu twittern. Entziehen wir diesem Buch, diesem Kind, den Feuilletonisten unser Interesse, unsere Aufmerksamkeit und strafen wir sie mit Nichtachtung. Nichts kann ein deutlicheres Zeichen setzen. Denn solange wir uns dafür interessieren, werden die Medien nicht aufhören uns mit Informationen zu füttern, die ich gar nicht zu wissen brauche.

Ich persönlich werde am Montag mein Exemplar von "Axolotl Roadkill" in der Bahn vergessen. Vielleicht vergesse ich es auch in einem Mülleimer. Ich lasse mich da von meiner eigenen Spontanität überraschen. Und anschließend werde ich mich wieder Büchern widmen, die meine Aufmerksamkeit verdient haben, all diese noch ungelesenen, vor sich vegetierenden Schätze in meinen Regalen: Salinger, Safran Foer, Wodehouse, Berg, Canetti....

Und vielleicht eines Tages, wenn Helene Hegemann mal ein eigenes Buch geschrieben hat, werde ich es kaufen und lesen.