Freitag, 1. Januar 2010

2010

Ganze 61x habe ich mich 2009 an den Computer gesetzt, um hier wirres Gefasel von mir zu geben. Einundsechzigmal. Entweder ich habe zuviel Zeit oder ein enormes Geltungsbedürfnis. Vermutlich nur ersteres.
Eigentlich wollte ich jetzt was über das kommende Jahr schreiben. Darüber, dass ich dieses Jahr nicht verreisen werde. Dass ich daher sicherlich nur über Nichtigkeiten wie den Inhalt meines Kühlschranks oder den Auswurf meiner Katze bloggen werde. Dass ich im Spätsommer mit meiner Magisterarbeit anfange und dann (zumindest theoretisch) ohnehin keine Zeit für Blog und Twitter haben dürfte. Dass ich in der Prüfungszeit aus exzessiven Prokrastinierungsgründen aber wahrscheinlich mehr Zeit im Internet verbringe als jemals zuvor in meinem Leben.
Aber seien wir ehrlich, blablabla, im Grunde weiss ich im Moment noch nichts mit 100%iger Sicherheit über das neue Jahr. Keiner weiss das. Außer vielleicht Gott. Oder Uri Geller.
Ich weiss nur eins: seit etwas über einer Woche bin ich wieder zuhause. Zuhause. Ich lasse mir das gerade auf der Zunge zergehen. ZU-HAU-SEEEEEEE. Hat ein paar Tage gedauert, bis ich auch kopfmäßig wieder hier angekommen war, die vergangenen zwei Monate erscheinen wie ein wüster, kafkaesker Traum, aber nun hat mein Geist meinen Körper eingeholt und beide konnten zusammen ins neue Jahr feiern. Und nun sind beide im neuen Jahr angekommen, beide etwas lädiert und lethargisch, und fragen sich, was dieses neue Jahr bringen soll, kann, wird, und finden keine Antwort.

Aber das ist okay.

Für den Moment.