Donnerstag, 16. Juli 2009

wegträumen

An Tagen wie diesen, wenn die Sonne so unbarmherzig auf die Erde brennt und alles niederbruzzelt, was sich ihm entgegenstreckt, fühle ich mich pudelwohl.
Noch vor zwei Jahren hasste ich den Sommer. Genauer gesagt den europäischen Sommer, so feucht und schwül. Seit meinen Stipvisiten in Israel, Jordanien und nun auch Ägypten jedoch liebe ich jeden Sonnenstrahl, egal ob trockene oder feuchte Hitze.
Ich streife wie ein brünstiges Eichhörnchen durch die Asphaltlandschaft der Rheinstadt und wenn ich an einer Ampel warte, schließe ich die Auge und tue so, als wäre ich nicht hier. Als wäre ich in Israel, in Afrika. Unter meinen Füßen rotbrauner Wüstensand, in der Ferne ein feiner Strich als Horizont, dazwischen nichts, nur Sand und Steine.
Und so eile ich in diesen Tagen von Ampel zu Ampel und träume mich fort.