Montag, 2. März 2009

king bobby

Da freut man sich in dem einen Moment noch über die gutklingende Nachricht, dass Williamson gezwungen wurde, wegen seines Verhaltens, Argentinien zu verlassen, da flattern die nächsten schlechten Nachrichten ins Haus.

Man hätte ja vielleicht mit einer Prise infantilem Op
timismus glauben können, dass die neue Regierung der Nationalen Einheit in Simbabwe irgendwelche Veränderungen bewirkt, stattdessen hört man nun, dass es zu einer erneuten Vertreibungswelle der weißen Farmer gekommen ist - obwohl das offiziell gegen geltendes Recht verstößt. Aber, Überraschung, Überraschung, die Polizei greift nicht ein.
Das Land ist weiterhin fest in der Hand des Mannes mit dem Adolf-Hitler-Gedächnis-Bärtchen.

Die Besetzung der Farmen hatte in der Vergangenheit schwerwiegende Folgen für das gesamte Land, was einfach daran liegt, dass man es beim Besetzen belassen hat und das das Land nun seit Jahren brach liegt, während die Wirtschaft einbricht und die Bevölkerung vor die Hunde geht.
Wir können sicher sein, dass Mugabe nicht einen Zentimeter seiner Macht freiwillig abgeben wird, sieht er sich doch als König seines feinen Landes.
Wir können nur hoffen, dass der 85-jährige ähnlich wie Castro einfach bald mal gesundheitlich gezwungen ist, das Zepter abzugeben.. oder gleich stirbt.

Bis dahin werden wir uns aber damit abfinden müssen, dass Zeitungen einen 107 Zeilen langen Bericht über die Enteignung weißer Farmen bringen und viele Seiten später 8 Zeilen dafür verwenden, dass inzwischen 84.000 Schwarze mit der Cholera infiziert sind, und die Todesfälle auf die 4.000-er Ziellinie zumarschieren.


Das ist unsere Welt.


107 Zeilen für weiße Farmer, denen unrechtmäßig ihr Land genommen.
8 Zeilen für schwarze Cholera-Kranke, denen unrechtmäßig ihr Leben genommen wird.