Sonntag, 22. Februar 2009

Rechtfertigung


Nun bin ich ja bekanntermaßen ein ziemlicher Zyniker. Und oft wird das, was ich ironisch meine, für wahr genommen, während das, was ich ernst meine, als schlechter Scherz verstanden wird. Das ist wohl das Risiko, wenn man den Ruf hat einen rabenschwarzen Humor zu praktizieren.

Ich möchte daher ein für alle Mal etwas klar stellen.

Wenn ich jemanden durch das, was ich sage oder denke, verletze, ist mir das grundsätzlich egal, da ich hier nichts anderes mache, als mein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrzunehmen.
Jetzt gibt es aber natürlich Einzelfälle. Fälle, in denen ich unbewusst jemanden durch meine Äußerungen kränke, den ich intellektuell und menschlich schätze. Wenn dies passiert, bitte ich darum, einfach das Wort an mich zu richten.
Es kann natürlich sein, dass sich jemand angesprochen und verletzt fühlt, den ich weder intellektuell noch menschlich schätze, dies aber annimmt und sich an mich wendet, nun, in diesem Fall hat diese Person dann leider einfach Pech gehabt. Aber versuchen kann man's ja mal, nicht wahr?

Ich rechtfertige mich nur höchst ungern für meine Meinung, da ich der Ansicht bin, dass man sich nur dann rechtfertigen muss, wenn man inhaltlich mit etwas falsch liegt oder durch seine Äußerungen bei Dritten Schaden anrichtet.
Daher wird es voraussichtlich auch nicht vorkommen, dass ich mich hier für etwas entschuldige, was ich denke oder fühle. Denn dafür sollte man sich nicht entschuldigen müssen.

Ich weiß, ich kann ziemlich eiskalt sein, bei dem, was ich so von mir gebe. Aber wenn man diese lästige policital correctness mal beiseite nimmt, wird man hin und wieder feststellen, dass oft auch ein Fünkchen Wahrheit in dem liegt, was ich so vor mir herbrabbel.

Und seien wir ehrlich, die Wahrheit tut manchmal einfach ein wenig weh...