Dienstag, 9. Dezember 2008

Guo-Li-zuhang


In Peking gibt es ein Restaura
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...


Dieses Restaurant heißt Guo-Li-zhuang Restaurant und liegt im Xi Cheng District (Telefonnr.: 0086 010 6405 5698).

Dieses Restaurant ist selbst für chinesische Verhältnisse kein normales Restaurant - und die, die Andrew Zimmern kennen, werden vermutlich sogar schon davon gehört haben.

Dieses Restaurant ist nicht erwähnenswert, weil es typisch chinesische, langweilige Speisen wie frittierte Meerschweinhappen, gepökelte Katze an Reis, gebratenes Walfischfilet an frischem Gemüse, Haifischflossensuppe mit Sahnehäubchen, gedünstetes Chow-Chow-Hirn mit Sojasprossen, Glasnudeln mit Tigergeschnetzeltem oder Yakgulasch oder gemischten Salat mit angebratenen Schlangen- und Skorpionstückchen anbietet.

Dieses Restaurant lockt mit einer besonderen Spezialität, die weltweit nur wenige, andere Restaurants in ihrem Speisekarten-Repertoire haben, und das ist ganz einfach: Penis.

Es gibt Penis von der Ziege, vom Pferd, Esel und Yak, von der Schlange und vom Hund, vom Tiger, dem Seehund und anderen. Ingesamt etwa dreißig verschiedene Penisse. Trocken, saftig, knorpelig, groß, klein, dünn oder lang. Frittiert, gekocht, gedünstet, gebraten, gepökelt, flambiert oder auch gerne roh. Alles, was man mit einem Penis (außer dem Offensichtlichen) machen kann, wird dort gemacht und zum genussvollen Verzehr mit allerlei Beilagen angeboten.

In Peking gibt es zwei Menschen...
Zwei Ausländer, Dion und Katerina (Namen von der Redaktion geändert), die in wenigen Tagen der Stadt Peking (und dem Guo-Li-zhuang Restaurant) den Rücken kehren wollen.

Es ist ihre feste Absicht danach nach Hongkong zu fahren. Das ist fein.

Es ist ihre feste Absicht vorher nicht in dieses Restaurant zu gehen. Das ist gar nicht fein.

Ich sage ja nicht, dass das Essen im Guo-Li-zhuang lecker ist.

Ich sage ja nicht, dass es nicht Überwindung kostet, dorthin zu gehen, zu bestellen und zu essen.

Ich sage ja nicht
,
dass dabei oder danach nicht die Eventualität des Spontan-Vomierens besteht.

Ich sage lediglich,
dass dies die einmalige, wundervoll spaßige Möglichkeit ist Penis zu dinieren. Und es ist wirklich so gar nicht fein, mir einfach dieses Amusement zu verwehren; mir nämlich vorzustellen wie Dion mit seiner Fassung ringt, während Katerina, von knackenden Lauten begleitet, auf dem gekochten Haifischpenis kaut...


Ich sage jetzt nur noch eines:
Egoistische Feiglinge!