Donnerstag, 20. November 2008

Abgedriftet..

Wow! Was war denn da los? Jeder kennt das wohl: Absturz. Bei den meisten in Form von Alkohol.. oder eines Mannes, den man normalerweise nicht so nah an sich ran lassen würde. Bei mir war es ein Computerspiel. Es gibt wahrscheinlich nichts dümmeres, als in einer Zeit wie dieser, in der ich so viel zu tun habe, ein Computerspiel zu kaufen, aber Menschen sind bekanntlich nicht unbedingt immer sonderlich schlau.. Also kaufte ich mir (Oh Gott, das darf man eigentlich gar nicht in der Öffentlichkeit sagen) Sims 2. Die Deluxe Version. Wenn schon, denn schon. Ho ho ho. *räusper* wie auch immer.
Als das heiß ersehnte Paket letzte Woche um 14.26h ankam, war ich geradezu in einem prä-euphorischen Rausch. Was vor allem daran lag, dass ich fast fünfzig Euro dafür ausgegeben hatte und noch nicht mal sicher war, ob mein Notebook die Systemvoraussetzungen erfüllt. Seien wir ehrlich, ich muss alleine fünf Minuten überlegen, ob ich Windows 2000 oder.. kommt da noch was vor Vista? Ach ja, XP.. oder so.. da sieht man's: ich habe keinen blassen Schimmer!!

Es dauerte eine Dreiviertel Stunde, bis das Spiel installiert war, und als ich um 15.20h vor der Wahl stand nun zu schauen, ob das Spiel nun auch funktioniert, ODER in fünf Minuten den Bus zur Uni zu nehmen, wo zwei Hauptseminare auf mich warten würden, ließ ich nachvollziehbarerweise die Hauptseminare ausfallen und probierte das Spiel.
Das nächste was ich weiß ist, dass ich um halb zwei Nachts ins Bett gegangen bin. Die nächsten Tage verliefen ähnlich schemenhaft. Ich ließ insgesamt noch drei weitere Kurse ausfallen, meine Wohnung vermüllte, meine Katze hangelte sich am Hungertod entlang, ich bekam unvorstellbare Nackenschmerzen, schlief kaum, tagelang drang kein Sonnenlicht herein.. und zu guterletzt bestellte ich noch zwei Add-Ons, so, dass ich nun auch Geschäfte aufmachen und Tiere erschaffen konnte. Dass ich keinen Gott-Komplex bekommen habe, grenzt an ein Wunder. Na ja, einen klitzekleinen Gott-Komplex habe ich vielleicht schon.. aber nur einen ganz klitzeklitzekleinen..

Anfang dieser Woche erwachte ich dann langsam aus di
esem virtuellen Wachkoma, sah mich um und erschauderte. Hauptsächlich wegen dem Müll, aber auch wegen dem Berg an Lernkram, der liegen geblieben und sich auf satanische Weise vermehrt hatte. Es dauerte zwar, aber langsam habe ich in die reale Welt zurück gefunden.

Und, herrje, es war fünf vor zwölf..